Die positive Vermischung
Auf gute Tage folgen schwere und das fällt mir wahnsinnig schwer auch dann liebevoll mit mir zu tun.
In erster Linie bin ich enttäuscht, ungeduldig, verzweifelt und ich frage mich was ich falsch gemacht habe-wiedermal.
Und das hilft mir nicht, denn je mehr ich xy weghaben will, desto mehr Druck mache ich mir und Druck erhöht den Druck auf mein ohnehin gestresstes Nervensystem. Also liebevoll-wie?
Liebevoll heißt für mich schon mal anerkennen, dass es mir aktuell eben geht wies mir geht. Anerkennen, dass mein Körper und meine Seele Pause brauchen vom Hamsterrad.
Aussteigen aus dem Hamsterrad und Ruhe als positiv erleben. Ich bin auch gut, wenn ich nichts leiste und ich leiste ja trotzdem in kleinen Dingen. Versuchen meine Angst vor "es wird immer schlechter" nicht noch mehr zu füttern, meine Gedanken auf positive Körperwahrnehmungen lenken und damit beginnt mein neues Ritual:
Es heißt positive Vermischung
Vermischungen sind ja meistens eher negativ behaftet, soll doch alles schön klar sein-nicht so in diesem Fall.
In meinem Körper gibts den Schmerz und die Angst und das ich bin schuld, es gibt auch Freiheit und schmerzfreiheit und ein es ist gut wie ich bin. Diese beiden Seiten dürfen beide da sein, und noch ein Schritt weiter- sie dürfen sich vermischen. Alle drei Stunden für 5 Minuten lenke ich meine Aufmerksamkeit auf diese Vermischung, ich unterstütze sie mit meinen Händen und wandere dabei vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Den Unterschied spüre ich schnell- mein Hirn fokussiert sich auf die Freiheit und die Schmerzfreiheit, mir wird warm im Körper und ich erlebe Veränderung. Diese Veränderung ist eine Art Neubeginn und lenkt meine Aufmerksamkeit weg von der Angst.Ist auch eine verlässliche liebevolle Zuwendung von mir für mich-probiers aus:)
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